Terminkalender

Abendsprache zu 100 Jahre Russische Revolution

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Anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Oktoberrevolution sprach Joachim Schütte in der Hohen Halle über die Ereignisse, die in diesem Jahr genau hundert Jahre zurückliegen. Gekonnt stellte er sie in den gesamteuropäischen Kontext des ersten Weltkrieges, der das alte Europa begrub und um so viel grausamer und langwieriger war, als von allen Seiten erwartet. Schütte nennt ihn mit anderen Historikern die „Urkatastrophe des XX. Jahrhunderts, der alle anderen Katastrophen des Jahrhunderts entsprungen seien“ und erläuterte, warum die Diktatur der Bolschewiken in Russland mit der gewaltsamen Machtübernahme durch Lenins Bolschewiken als erste große Folgekatastrophe gelten müsse. Lenin und in seiner Folge Stalin hätten den Marxschen Traum vom kommunistischen Paradies in eine alptraumhafte Realität verwandelt. Und weil dem Geschichtslehrer stets daran liegt, die Relevanz der Themen für die Gegenwart aufzuzeigen, zitierte er schließlich den Philosophen Karl Popper, der schrieb, dass der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, stets die Hölle erzeuge. Und Schütte erklärte: „Dieser Blick auf die Schrecken der Geschichte möge uns heute von solchen Versuchen abhalten und uns skeptisch machen gegenüber politischen Utopien.“ Er beendete seine Abendsprache mit der Mahnung, dass der Versuch, eine ideale, von allen Widersprüchen und Ambivalenzen gereinigte Welt zu errichten, zu einer Realität führe, die von Unterdrückung, Folter, Mord und Straflager dominiert werde.

 

 

Kategorie: Abendsprachen, Aktuelles   Start: Donnerstag, 9. November 2017   19:30   Ende: Donnerstag, 9. November 2017   20:00   Event-Export: Als iCal-Datei herunterladen

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Sandra Knecht
PR und Marketing

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