Altschüler

Es gehört zu den Wesensmerkmalen eines Internates, dass die meisten Schüler, ihre Eltern und viele Lehrer nach Beendigung ihrer Internatszeit ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrer alten Schule entwickeln. So sind es bis heute die vielen Förderer und Unterstützer, die unsere Schule zu dem machen, was sie ist. Die uns ihr Wissen und Know-How, ihre Kontakte und persönlichen Netzwerke zur Verfügung stellen und die es durch ihre Spenden möglich machen, die außergewöhnliche Schule zu sein, auf die wir stolz sind.

Einer erinnert sich vor allem die Ausritte, der andere sieht sich noch immer die Treppen des Oberhauses hochsteigen, eine hört die Glocke, die zum Essen ruft und wieder eine andere erinnert sich an die Zimmernachbarin, die zur besten Freundin wurde. Kaum einer, der nach Beendigung seiner Schulzeit der alten Schule gleichgültig gegenübersteht.

Internat-Solling-Altschueler-Altschuelertreffen


Die Bindung zum Internat Solling hängt nicht vom schulischen Erfolg ab oder dem Notendurchschnitt auf dem Abiturzeugnis. Sie entsteht aus den vielfältigen Erlebnissen der Zeit, in der die Schule das zweite Zuhause war. Und noch viele Jahre später, als Ehemalige, kommen sie im Oktober zum so genannten „Altschülertreffen“ zurück; sie fahren die Einbecker Straße hoch, atmen Internatsluft, sie genießen die Versammlung im Unterhaushof und freuen sich auf den Himbeerquark im Speisesaal und die Abendsprache auf den harten Bänken der Hohen Halle.

 

Schon seit über 80 Jahren gibt es den „LSH-Bund“ (früher hieß das Internat LSH = LandSchulHeim am Solling) , in dem rund 850 Ehemalige organisiert sind. Er unterhält die Website www.altschueler.de und gibt jedes Jahr ein eigenes Jahrbuch, die „Giftschonung“ heraus. Darüber hinaus wurde vor etwa 15 Jahren das „Altschülernetzwerk“ gegründet. Heute sind rund 2500 Ehemalige in einer Datenbank registriert und werden über regelmäßige Rundbriefe über Aktuelles aus dem Internat auf dem Laufenden gehalten. Diese aktiven, sich mit ihrer Schule identifizierenden Ehemaligen sind für uns von unermesslichem Wert! Viele von ihnen wollen der Schule etwas von dem zurückgeben, was sie ihr zu verdanken haben. Da gibt es die Botschafter, die nicht aufhören, gut über die Schule zu reden und interessierte Familien werben. Andere stellen ihr Wissen und Know-How, ihre Kontakte und Netzwerke zur Verfügung, sie halten Vorträge, bieten Beratungen an und helfen bei der Organisation von Praktika und beim Jobeinstieg. Außerdem unterstützen uns viele, viele von ihnen durch Spenden für die verschiedenen Fundraising-Projekte und ermöglichen dadurch u.a. die Finanzierung von Leistungsstipendien und die Renovierung der alten Gebäude im denkmalgerechten Stil. So vielseitig die Maßnahmen und Möglichkeiten der Unterstützung sind, so mannigfaltig sind auch die Lebensläufe und Werdegänge dieser Menschen. Einige Altschüler berichten auf dieser Website über Ihre Zeit am Internat Solling.

 

EIN IRANISCHER SCHÜLER IM INTERNAT SOLLING

" Vom 1.April 1960 bis Mitte März 1966 war ich Schüler im Landschulheim am Solling, heute Internat Solling. Schulleiter war damals Dr. Erbe, der die Schüler grundsätzlich nach einem Interview und einem 10-tägigem Probeaufenthalt akzeptierte, jedenfalls in meinem Fall. Ich war damals der einzige Iraner. Später nach dem Abitur bin ich dann zum Medizinstudium nach Freiburg gegangen.

Das Internat hat mir ein Zuhause in Deutschland gegeben und mein Kamleiter Dr. Triloff war wie ein Vater zu mir, die Empfangsdame Mimi Herbold und Englischlehrerin Lue waren wie eine zweite Mutter. Im Internat Solling habe ich Selbstvertrauen gewonnen. Ich habe die deutsche Sprache sehr schnell gelernt, weil man mir half und auch sportlich wurde ich sehr gefordert und erbrachte entsprechende Leistungen. Das Internat Solling hat mich für mein Leben sehr geprägt. Meine Allgemeinbildung, das Musische und Künstlerische, das Zusammenleben von verschieden Nationalitäten, Schüler aus Arbeiterfamilien, Bürgerliche, Aristokraten, Politiker, Diplomaten und Industrielle, im Internat Solling waren wir alle gleich und respektierten einander - vom Direktor, über die Lehrer bis zum Küchenpersonal und dem Hausmeister. Alle wurden gleich behandelt. Die Erziehung zu Toleranz ist mir bis heute zu Gute gekommen. Meine Kinder (Cyrus 1990-1993, Mehrshad 1988-1993 und Proshat 1988-1993) waren auch einige Jahre im Internat Solling und wer weiß, vielleicht kommen mal eines Tages die Enkeln oder Urenkel an die Schule." 



Dr. med. Darioush Shahriari
Schüler von1960 bis 1966
Pensionierter Arzt, Freiburg

Shariari DarioushDr

 

Dr. Sofie Albert-Meisieck
Altschüler und Fundraising

Telefon:  0 55 31-12 87-61
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