Terminkalender

Architektur der Gesundheit – ein Vortrag in zwei Teilen von Dr. Andreas Brune

Dr Andreas Brune Gesundheit Internat Solling

 

Die Ernährung unserer Vorfahren war kein Zuckerschlecken – und das war auch gut so! Gegessen wurde, was die Tier- und Pflanzenwelt anzubieten hatte, bzw. was vorher gejagt, gesammelt, erkämpft worden ist. Vor die Mahlzeit hatte die Natur also den Schweiß gestellt. Heute wird vor allem gegessen, was die Lebensmittelindustrie anzubieten hat: Pizza, Schokoriegel & Co. Wir jagen eher durchs Internet als durch den Wald, sammeln Pfunde auf den Rippen und kämpfen – wenn überhaupt - gegen den inneren Schweinehund. Aber obwohl sich unser Lebensstil entscheidend verändert hat, sind uns viele evolutionsbedingte Anlagen geblieben wie z.B. die, mit einem Fettdepot für schlechte Zeiten vorzusorgen.

Der Internist und Ernährungsmediziner, Dr. Andreas Brune, dessen Tochter unser Internat besucht bringt es auf den Punkt: „Vor allem eine hohe Kohlenhydratzufuhr in Form von Stärke und Zucker gepaart mit Bewegungsmangel scheint unseren steinzeitlich geprägten Stoffwechsel in Schieflage zu bringen.“ Es ist vor allem der Zucker, der uns krank macht: „In Kombination mit anderen Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol oder familiärer Disposition füttern wir damit unsere Zivilisationskrankheiten, angefangen von Übergewicht, abdomineller Fettleibigkeit (Bauchfett), Bluthochdruck, hohe Blutfette, Insulinresistenz, Fettleber, Typ-2-Diabetes bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Krebs, Demenz, Depressionen.“

Und genauso so schockierend wie sich das hier liest, meint es der Arzt auch mit seinem zweiteiligen Vortrag bei uns im Internat: „Jugendsünden zahlt man später!“ weiß der Mann, der selbst sehr asketisch aussieht. Denn das Fatale ist, dass der junger Körper vieles verzeiht, und es sich dennoch merkt! Weit über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland sind übergewichtig. Auch Kinder und schlanke Menschen können z.B. eine Fettleber haben, ohne es zu wissen. Dr. Brune macht seinen Zuhörern eindringlich klar, dass sie es jetzt in der Hand haben, den Grundstein für eine gesunde Zukunft zu legen bzw. umgekehrt, dass sie jetzt schon vieles falsch und kaputt machen können. Gesundheit ist nicht selbstverständlich, sondern muss ebenso wie die Karriere geplant werden.

Nun aber eine gute Nachricht: Man muss es ja gar nicht erst so weit kommen lassen! Mit einer modernen, mediterranen Ernährung – womit nicht Pizza, Pasta und Ciabatta gemeint sind – können wir gesund und fit bis ins hohe Alter bleiben. Dazu gehören: eine moderate Kohlenhydratzufuhr, gute Fette, viel Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien und im Erwachsenenalter tatsächlich: mäßig, aber regelmäßig ein Glas Wein. Die wahre „Wunderpille“ für Gesundheit aber ist körperliche Aktivität und Sport. Dies sorgt nicht nur für physische Fitness, sondern auch für psychische Stabilität, fördert Entspannung und Lernbereitschaft, Selbstbewusstsein und soziale Intelligenz. Das Minimalprogramm für gute Gesundheit lautet hier: 2 x pro Woche Ausdauersport und 1 x Krafttraining für mindestens 30 Minuten. Wenn die Jugendlichen dann noch auf Rauchen und Alkoholexzesse verzichten, haben sie eine solide Basis für einen gesunden Lebensstil gelegt.

 

 

Kategorie: Abendsprachen, Aktuelles   Start: Sonntag, 2. April 2017   19:00   Ende: Sonntag, 2. April 2017   19:30   Event-Export: Als iCal-Datei herunterladen

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Sandra Knecht
PR und Marketing

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