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Andreas Queissner

Ich bin ein Gossip Boy. Gerüchte, Geschichten, Neuigkeiten – es macht mir einfach riesigen Spaß, Informationen zusammenzutragen und Anlaufstelle für Viele und Vieles zu sein. Wobei es ist mir nicht möglich ist, Dinge, die in meinen Augen falsch laufen, einfach hinzunehmen Da ich es nicht ausstehen kann, wenn mir ins Gesicht gelogen wird und wenn Dinge ungerecht sind, ist es mir wichtig, mich in der Politik zu engagieren. 

Bei manchen Diskussionen bin ich der einzige Linke unter vielen Konservativen, aber nichts auf der Welt hält mich davon ab, meine Meinung zu sagen! Ja, ich bin stur. Doch weiß ich auch, wann es bei einem Thema nicht zielführend ist, weiter zu diskutieren. Ich habe gelernt, Dinge auch mal ruhen zu lassen – um sie dann wieder aufzugreifen. Meiner Meinung nach darf es bei einem lebhaften Austausch auch mal laut und emotional hergehen – nur persönlich verletzend darf es nicht werden!
Selbst als „Externer“ hat mich das Gemeinschaftsgefühl des Internats extrem geprägt. Ich denke, dass es zwei Sorten von externen Schülern gibt: Diejenigen, die nach Unterrichtsende weg sind und diejenigen, die über den Schulalltag hinaus an AGs teilnehmen. Ich gehöre zur zweiten Kategorie. Das Mitwirken im Schülerparlament und die Philosophie-AG hatten es mir ganz besonders angetan. An der Philosophie genieße ich, dass es einfach nur darum geht, wie es für die Menschheit ist, ohne Parteilichkeit und Machtkämpfe. In der Philosophie-AG habe ich auch gelernt, mich nicht mehr an Themen fest zu beißen. Bei aller Überzeugung von meinen eigenen Werten muss ich niemanden auf meine Seite ziehen oder zwangsläufig von meinen Gedanken überzeugen. Wichtig ist mir vor allem, aufrichtig zu sein. Was mich allerdings immer reizt, einen kleinen Streit anzufangen, ist, wenn Menschen allzu glatt sind und sich nur wegducken. Das ist dann aber eher spielerisch und um der Diskussion willen.
Das Diskutieren reizt mich auch an meinem späteren Traumberuf Politiker. Das Abwägen der Argumente, das Aufeinanderprallen der verschiedenen Strategien, eine gleichberechtige Diskussion zum Wohle der Wahrheitsfindung.
Es ist mir wichtig, dass Gerechtigkeit herrscht. Sollte ich dies nicht auf politischem Wege bewirken können, so möchte ich die Werte „Recht und Ordnung“ zumindest juristisch durchsetzen und strebe ein Studium in diese Richtung an. Auch wenn „Gerechtigkeit“ ein großer Begriff ist – ich werde es versuchen.
Ganz nach Immanuel Kant: „Handle so, dass die Maxime Deines Willens gleichzeitig allgemeines Gesetz werden können“.
Andreas Queissner (LSH 2009 – 2018)
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