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Ganz tief in meinem Charakter ist die Hilfsbereitschaft verankert. Der Wunsch, anderen zu helfen, hat mich in meinen ersten Beruf als Krankenschwester geführt, hat mich dann hier als Kamleiterin Jugendliche begleiten lassen und ist auch Kern meiner jetzigen Tätigkeit im Krankenrevier.
Dabei war es reiner Zufall, der mich ans LSH geführt hat. Durch die Liebe zu meinem Mann Uwe Müller bin ich vor Jahren hier ans LSH gekommen. Ich empfand es von Beginn an als Gewinn; ließ mein bisheriges Leben hinter mir. Wir lebten im Unterhaus und ich denke gern an die Zeit zurück – die Lebensform gefällt mir bis heute. Hätte nicht der Wunsch meines Mannes nach einer Externierung angestanden, dann würde ich noch heute mit Freuden im Unterhaus als Kamleiterin leben. Obwohl die Aufgabe viel verlangt, ist doch das Miteinander, der gemeinsame Weg durch das Schuljahr, eine erfüllende Aufgabe. Ich kümmere mich gern, hab Spaß an der Organisation und schätze die Gespräche.
Mein ältester Sohn Jakob zog ins Landschulheim mit 10, hat hier Abitur gemacht und lebt inzwischen in München, wo er nach seinem Studium seinen beruflichen Weg geht. Johannes, unser Jüngster, besucht ebenfalls das LSH. Clara hat sich für das städtische Gymnasium entschieden. Beide hatten eine herrliche Jugend hier im Internat.
Inzwischen leben wir in einem kleinen Häuschen außerhalb des LSH. Es ist mir wichtig, in Form zu bleiben. Daher laufe ich gern, so oft sich die Gelegenheit dazu ergibt. Zudem besuche ich regelmäßig andere Sportkurse, um fit zu bleiben.
Für die Arbeit im Krankenrevier gibt mir meine frühere Tätigkeit als Krankenschwester auf einer Intensivstation eine solide Basis. Der Kontakt zu den Eltern und Kamleitern, die Beratung der Jugendlichen, das vertrauensvolle Verhältnis zueinander – all dies ist mir wichtig. Das LSH ist zu meinem neuen Lebensmittelpunkt geworden.