50-prozent
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Mein Erfolgsrezept ist: Eine aktive Rolle übernehmen und die Dinge selber in die Hand nehmen – somit trifft die Bezeichnung „Selfmade Millionär“ durchaus auf mich zu!
Ich habe in meinem Anwaltsberuf nie nur ein Schild an die Tür geschraubt und darauf gewartet, dass Mandanten ihren Weg zu mir finden. Vielmehr bin ich dorthin gegangen, wo die Leute sind – und somit Arbeit zu finden ist. Es war für mich insbesondere am Anfang meines Berufslebens wichtig, möglichst viele Menschen kennenzulernen, um in Erfahrung zu bringen, was sie bewegt und was ich ihnen entsprechend anbieten kann. Ich habe immer nach Dingen Ausschau gehalten, die für andere von Interesse sein können, von denen sie aber selbst nicht Kenntnis erhalten. So konnte ich häufig mit dem Satz: „Ich kenne da einen…“ Menschen und Angebote miteinander verknüpfen; aus diesem Networking erwuchsen oft Mandate.
Da das unternehmerische Denken bei mir sehr ausgeprägt ist und das Übernehmen von Verantwortung mir im Blut liegt, habe ich mich verstärkt mit Unternehmen in der Krise beschäftigt. So hatte ich oft die Rolle als das Pendant zum Insolvenzverwalter auf Unternehmerseite inne. Es galt binnen weniger Wochen die Unternehmen umzustrukturieren, umzugestalten und zu schauen, was zu retten ist. Naturgemäß gab es in diesen „heißen Phasen“ kaum mehr geregelte Arbeitszeiten, da es für den Unternehmer existentiell war und dieser rund um die Uhr gekämpft hat. Im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit habe ich viel gelernt – Spannungen aushalten, Menschen in Ausnahmesituation zur Seite zu stehen und auch rechtlich war es immer sehr anspruchsvoll und zog sich durch sämtliche Disziplinen! Es macht mich durchaus stolz, dass wir für alle Fälle, an denen ich beteiligt war, eine Lösung finden konnten.
Ich bin derzeit Geschäftsführer einer von mir gegründeten Beteiligungsgesellschaft. Deren maßgebliche Beteiligungen sind im Gesundheitswesen (Zahnersatz aus dem Ausland) und Immobilen (An- und Verkauf sowie Verwaltung von Mehrfamilienhäusern). Auch arbeite ich gerne mit Gründern aus allen möglichen Bereichen zusammen. Ich finde es super spannend mit ihnen zu überlegen, was der beste Weg für ihre Geschäftsidee ist! Rein monetär gesehen hätte ich mit 50 aufhören können zu arbeiten. Ich habe es sogar kurz versucht! Doch nach einer kurzen Phase mit täglichen Golfstunden habe ich gemerkt, wie viel Freude mir das Arbeiten bereitet. Ich liebe es einfach, meine Stärken einzusetzen! Natürlich ist es sehr komfortabel zu wissen, dass ich es nicht mehr zwingend muss. Mein Vermögen verschafft mir die größtmögliche Freiheit – ich kann mich auf das konzentrieren, worin ich Gestaltungspotential sehe. Da meines Erachtens die Börse die beste Möglichkeit ist, eine vernünftige Dividende für Kapital zu erwirtschaften, habe ich mich in diesem Bereich schlau gemacht. Da es mir nicht behagt, dass fremde Manager mein Geld in irgendwelchen Fonds verbrennen, war es mir wichtig, den Markt zu verstehen. Ich bin davon überzeugt, dass Social Entrepreneurship, das auf dem fairen Umgang mit allen Interessensgruppen sowie der Orientierung am Gemeinwohl basiert, die Grundlage für ökonomischen Erfolg ist. Seriöse Anleger sollten sich vernünftige, nachhaltige Unternehmen aussuchen, die in Bereichen arbeiten, die auch nachhaltig gefragt sind. Im Zuge meiner Recherchearbeiten zu Investitionsmöglichkeiten habe ich mein erlangtes Wissen aufgeschrieben und gebe es in dem Buch „Investieren mit System. Plädoyer für einen erfolgreichen und krisenresistenten Vermögensaufbau“ gerne an andere weiter. „Weitergeben und teilen“ sind mir wichtig. In meinem Buch „Vorbilder und Vorbildhandeln“ zeige ich auf, dass jeder Einzelne es in der Hand hat, durch das Vorleben von sozialem Engagement und verantwortlichem Handeln diese in unserer Gesellschaft zu verankern. Selbstverständlich rede und schreibe ich nicht nur darüber, ich bin auch in diesen Bereichen aktiv. Nicht allein durch die Unterstützung von Kinder- und Jugendarbeit, nein! In dem Format „Secret Millionaire“ bin ich für eine Woche in ein sozial schwaches Milieu eingetaucht und habe am eigenen Leib erfahren, wie selbstlose und wirksame karitative Arbeit geleistet wird. Die von mir aufgesuchten Einrichtungen habe ich unterstützt, es ist schön, zu wissen, was mit meiner Spende bewirkt wurde.
Diese Offenheit für mir Neues ist mir sehr, sehr wichtig. Da ich sehr gerne reise, halte ich überall auf der Welt die Augen offen – wie leben Menschen anderer Kulturen ihren Alltag, welche Bewältigungsstrategien haben sie, wie organisieren sie sich, mit welcher Lebenseinstellung gehen andere ihre Aufgaben an? Die Analyse anderer Lebenswelten ist für mich ein inspirierendes Elixier!
So offen und flexibel kann ich nur sein, da ich ein über ein gut funktionierendes Koordinatensystem von Werten verfüge. Dieses verdanke ich zu einem großen Teil meiner Zeit am Internat Solling, insbesondere meinen ersten zwei Jahren. Mein Kamleiter Kalle Rosbaud hat sich in diesen zwei Jahren nahezu täglich die Zeit genommen, uns Fremdwörter und Zusammenhänge aus Artikeln des von uns abonnierten „Spiegels“ zu erklären (anfangs harte Lesekost für uns Schüler! Ganze Sätze mit Substantiv und Verb, deren Inhalte wir uns häufig erarbeiten mussten). Durch diese Gespräche hat sich mein Mosaikfeld aus Allgemeinwissen zusammengefügt, aufgrund dessen ich einen Überblick erlangt habe, was auf der Welt los ist. Davon profitiere ich nach wie vor täglich.