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13. Mai 2022
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Elternwochenende 2022 – das fast dreijährige Warten hat sich gelohnt!

14. Mai - 15. Mai

Pandemiebedingt mussten viele aus der LSH-Gemeinschaft (Mitarbeiter:innen, Eltern und Schüler:innen) bis zu drei Jahre auf „ihr“ Elternwochenende warten. 2020 und 2021 fiel es aus, entsprechend gespannt waren alle und hofften auf eine lockere Stimmung. Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Wie schon bei der Abiturfeier im Sommer und dem Altschülertreffen im Herbst zeigt sich der Wettergott erneut als echter Landschulheimer und sorgte mit sehr viel Sonnenschein und keinem Tropfen Regen dafür, dass das weitläufige, frühlingshaft-blühende Gelände erstrahlte. Beste Voraussetzungen also für eine typische Wochenend- und Gemeinschafts-Veranstaltung im Internat Solling.
 
Doch bevor unsere Gäste, Schüler:innen und Mitarbeiter:innen diese Atmosphäre und das vielfältige und vorzügliche Essen genießen konnten, stand für den einen oder anderen ein wahrer Gesprächsmarathon auf dem Programm. Am frühen Samstagmorgen begann die Zusammenkunft der Eltern – teils begleitet von ihren Kindern – mit den Sprechzeiten der Fachlehrer:innen und Kamleitungen. Und obwohl diese Gespräche natürlich für viele wesentlicher Anlass ihres Kommens sind, fanden manche Gäste auch ohne Termin den Weg ins Internat. Für sie stand das Rahmenprogramm und ein entspanntes Meet & Greet oder Flanieren im Park im Mittelpunkt. Bei Kaffee und Kuchen saß man im Musenhof und plauderte, bis es um 16.30 Uhr zur Elternversammlung in die Hohe Halle ging.
 
Diese war nahezu vollständig belegt, als Schulleiterin Helga Volger die Gäste begrüßte. Ein eindeutiges Zeichen, wie sehr die Möglichkeit der persönlichen Begegnung, die das gesamte Wochenende prägen sollte, nach der langen Pause gewünscht und geschätzt wurde.
Frau Volger betonte daher auch ausdrücklich, wie wichtig ihr und allen Pädagog:innen trotz der Möglichkeiten der modernen Kommunikationsmedien die Gesprächskultur sei. Dass ihr gemeinsamer Auftrag sich aber nicht darin erschöpfe, das pädagogische Selbstverständnis zu kommunizieren, sondern dass es vielmehr darum gehe, Schule aus dem Geist der ganzheitlichen Bildung und Erziehung heraus zu gestalten und die Überzeugungen im täglichen Miteinander zu leben. Dabei wolle das Internat neben der akademischen Bildung vor allem Charakterbildung vermitteln und den jungen Menschen Orientierung und Strukturen geben. Eine große Herausforderung, vor allem wenn man bedenkt, wie sehr die zunehmende Digitalisierung Schule und Unterricht mitprägt. Neben der Ansprache und dem Bericht durch die Schulleitung wurden im Rahmen der Versammlung die Mitglieder des Elternrates offiziell gewählt – ein Gremium, das mit acht Vertretr:innen alle Schülergruppen des Internats (Eltern von jüngeren und älteren, internen und externen, männlichen und weiblichen Schüler:innen) repräsentiert – sowie verschiedene aktuelle Projekte vorgestellt. Julius, Julia, Florentine und Friedrich gaben zunächst stellvertretend für die Arbeitsgruppe „Klimaneutrales Internat“ einen Einblick in die ersten Aktivitäten dieses Teams. So wurde von einer zehnten Klasse im Rahmen des Erdkunde-Unterrichts bei Herrn Schmitz ein CO2-Fußabdruck des Internats erstellt – ein Projekt, das zugleich zur Teilnahme am Bundesumweltwettbewerb führte. Zudem gibt es Planungen zum Bau einer Photovoltaikanlage auf einem dafür geeigneten Dach der Internatsgebäude. Persönlicher Austausch und Diskussionen auf einer größeren, zunächst internatsinternen Veranstaltung zum Themenbereich „Klimaneutralität“ sollen im Frühsommer weitere Ideen und neue Aktivitäten mit sich bringen, bevor ab dem nächsten Schuljahr weitere Gruppen der Internatsgemeinschaft wie Eltern und Altschüler:innen in die Arbeit einbezogen werden.      
Die Demokratiewerkstatt stellte Dr. Nassima Sahraoui zusammen mit den Schüler:innen Michele, Friedrich und Felix vor. Stetiges Bestreben dieser Arbeitsgruppe ist es, die Schüler:innen in den Entscheidungsprozessen und Gremien Gehör zu verschaffen. So wurden bereits konstruktive Vorschläge bei der Entwicklung des Schulprogramms aufgegriffen und waren Vertreter:innen aus der Schülerschaft im Auswahlprozess zur Nachfolge von Frau Volger involviert.
Die Elternversammlung schloss mit zwei informativen Vorträgen von Carsten Schneider (in der Unterrichtsleitung verantwortlich für die Unter- und Mittelstufe) sowie Anja Ruppert (verantwortlich für die Oberstufe). Anknüpfend an die Ausführungen von Frau Volger stellten sie der Elternschaft das pädagogische Konzept und die Intentionen des derzeitigen und zukünftigen digitalen Lernens am Internat Solling vor. Sie begründeten dabei nachvollziehbar, warum die Wahl auf die grundsätzliche Einführung von iPads als sinnvolle technische Hilfsmittel gefallen ist und wie diese Geräte sukzessive und mit zunehmender Intensität von Klassenstufe zu Klassenstufe eingesetzt werden.    
Nach der Elternversammlung erwartete die Eltern der Aperitif im Innenhof des Unterhauses, begleitet von einem beeindruckenden Blick auf das Weserbergland sowie dem vielfältigen Schauprogramm unserer Reiterinnen. Die drei Reitlehrerinnen Dr. Sofie Albert-Meisieck, Saskia Nübel und Valeria Bröker hatten mit ihren jüngsten und erfahrensten Schützlingen (Clara, Leonie, Miley, Polly, Elisabeth, Liv und Alice) von schönen Dressurlektionen bis hin zum Westernreiten unterschiedlichste Elemente eingeübt. 
Der kulinarische Höhepunkt erwartete die Besucher anschließend im Musenhof, der vom Team der Hauswirtschaft, dem Handwerk und aus der Küche eigens für das Eltern-wochenende umgebaut und bestens präpariert wurde. Neben einer vielfältigen Auswahl an kalten und warmen sowie süßen Speisen bestand hier die Möglichkeit, bei kühlen Getränken den Tag Revue passieren zu lassen, im Austausch zu bleiben oder sich gegenseitig kennen zu lernen.
Danach ging es um 20.30 Uhr noch einmal zurück auf die Bänke der Hohen Halle. Dort gab unser Theaterpädagoge Martin Kammer mit drei verschiedenen Gruppen einen Einblick in die Theaterarbeit des LSH. Als „Werkschau“ und als noch nicht abgeschlossen wurden alle drei Vorführungen im Vorfeld anmoderiert – der tosende Beifall nach jedem einzelnen der Stücke sowie zum Schluss, als sich alle Schauspieler:innen auf der Bühne versammelten, brachte deutlich zum Ausdruck, wie sehr das Publikum die Aufführungen der jungen und älteren Schüler:innen genossen hatte und honorieren wollte. 
Musikalisch sollte der Abend im Musenhof und der LSH-Disco enden, wo bei einbrechender Dunkelheit die LSH-Band aufspielte. „Bond forever“ war das Motto, unter dem die Band, abwechselnd begleitet von den beiden Gesangstalenten Julia Hack und Roberta Jänicke, ihre Stücke ausgewählt hatten. Nicht wenige der letzten verbliebenen Gäste verließen in Erinnerung an ihren Lieblings-Bond das Gelände – viele von Ihnen kehrten am nächsten Tag zurück, um sich beim morgendlichen Brunch zu stärken und die musikalische Morgensprache in der Hohen Halle zu besuchen. Musikfachleiter Hans-Henning Ginzel hatte im Vorfeld mit Klavierlehrerin Larissa Andrejewski und Kollegin Ann-Kathrin Pasch viel Zeit und Mühe investiert, um die Klassen 6 und 5 auf ihren großen Auftritt vorzubereiten. Beide Klassen präsentierten dem Publikum von viel Spaß und Freude getragene musikalische Stücke, die zugleich auch die vielen Talente und den Zusammenhalt beider Gruppen zum Ausdruck brachten. Die ausgelassene Stimmung und Begeisterung steckten deutlich sichtbar auch die Gäste an. Die Morgensprache war zudem geprägt von Solo- und Duo-Stücken am Klavier (hier sind insbesondere Tamino Jäger, Alvin Zhou und Mark Yuan zu nennen) sowie am Cello (Herr Ginzel begleitet von Frau Andrejewski).             
Der Ausklang des gelungenen Wochenendes fand dann wieder im Unterhaus-Innenhof statt. Eltern, Lehrer:innen und Schüler:innen genossen gemeinsam Kaffee & Kuchen, ließen die vergangenen Stunden noch einmal Revue passieren und zogen in alle Himmelsrichtungen von dannen. „Bis bald“, hieß es oft, „ich freu mich schon!“ – und alle gemeinsam hoffen wir, nicht wieder drei Jahre auf eine Wiederholung dieser sehr gelungenen Veranstaltung warten zu müssen.

Details

Beginn:
14. Mai
Ende:
15. Mai
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