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26. Januar 2022
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Hinter´s Licht geführt

27. Januar

Seit den Herbstferien schon erarbeiten sich einige Schüler:innen den spannenden Kosmos unseres Gehirns und der Nervenfunktionen. Dabei sind die Zusammenhänge manchmal verflixt kompliziert und die Möglichkeiten, die Theorie in die Praxis umzusetzen, an Schulen begrenzt. Aber zum Glück war es uns trotz Corona-Auflagen möglich, zum XLAB der Uni-Göttingen zu fahren. 
 
Dort wollten wir die Leistungen unserer eigenen Augen im Vergleich zu den Fähigkeiten anderer Augentypen im Tierreich genauer erkunden. Dank der intensiven Vorbereitungen konnten dem Eingangsvortrag von Herrn Dr. Ferber auch alle weitgehend folgen – ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie die Vorlesungen später im Studium ablaufen. 
 
Dann ging es an die Praxis: Mit Hilfe entsprechender Computerprogramme bestimmten wir die individuelle Grenze der Wahrnehmung einzelner Lichtsignale in schneller Folge, bevor sie als Dauerlicht erkannt werden – es erinnert an das gute alte Daumenkino.
 
Aber wie gut ist das Sehvermögen eines Insekts mit seinen hunderten von Einzelaugen (Ommatidien) in den großen schillernden Facettenaugen? Die Präparation, also das anbringen der Messelektroden, kostete einige Überwindung und erforderte viel Fingerspitzengefühl am Mikromanipulator beim Blick durch das Mikroskop. Aber alle Teilnehmer:innen haben so sorgfältig gearbeitet, dass die Auswertung der Nervenimpulse bei verschiedenen Lichtintensitäten und -qualitäten problemlos gelang. Dabei haben wir auch gelernt, wie man wissen kann, dass Heuschrecken UV-Licht wahrnehmen können. Bei uns kann das zwar Sonnenbrand oder schlimmeres verursachen, aber sehen können wir es nicht. 1:0 für die Heuschrecke.
 
Text + Fotos: Dr. Tanja Wegelin

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Datum:
27. Januar
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