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10. Juli 2020
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Rückblick auf den Lockdown

11. Juli

Was tut man, wenn von heute auf morgen die Schule und das Internat geschlossen werden? Wohin geht man, wenn die Reisemöglichkeiten beschränkt sind, wenn von Flugreisen dringend abgeraten wird und wenn das eigene Heimatland, so wie jeder andere Ort, ein potentielles Gesundheitsrisiko darstellt?

Diese Fragen mussten sich etliche unserer internationalen Schüler und ihre Familien stellen, als es am Freitag, den 13.03. in Niedersachsen zu Schulschließungen wegen Covid-19 kam.

Während hier und da noch individuelle Lösungen und Reisemöglichkeiten gefunden werden konnte, haben etwa 20 Schüler die kommenden Wochen des Lockdowns hier bei uns auf dem Internatsgelände verbracht. 20 junge Menschen, die sicherlich gerne zu Hause bei ihren Familien gewesen wären, die vielleicht Heimweh hatten, die sich Sorgen um ihre Familien und Angehörige und Freunde gemacht haben.

Bei all den Herausforderungen und Unsicherheiten in diesen Wochen, war es eine große Freude zu sehen, wie freundschaftlich, zugewandt und fair die Schüler miteinander umgegangen sind. Wie kreativ und optimistisch sie sich ein spannendes und abwechslungsreiches Programm organisiert haben. Wie zuverlässig und verantwortungsvoll sie mit all den Regeln, Verboten und Absprachen umgegangen sind. Und wie bemüht sie waren, vernünftig und angemessen mit der neuartigen Flut erschreckender Informationen zu Covid-19 und mit ihren eigenen Sorgen und Befürchtungen umzugehen.

Ein großer Dank gilt natürlich allen, die sich in diesen Wochen auf die eine oder andere Weise unterstützend eingebracht haben – den Pädagogen, die sich an Lern- und Freizeitangeboten beteiligt haben, den Kamleitern, die immer ein offenes Ohr hatten, dem Küchen- und Haushaltsteam, die Schüler und Kollegen weiterhin versorgt haben. Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln wurden neben vielen anderen Angeboten und spontanen Aktionen individuelle Essenswünsche erfüllt, gemeinsam Masken genäht, Spiel – und Filmabende gestaltet. Das Fitnessstudio wurde regelmäßig geöffnet und für die Aufgaben aus dem Home-Schooling gab es täglich betreute Lernzeiten.

Rückblickend gilt der größte Dank aber den betroffenen Schülern. Sie haben gemeinsam das Beste aus dieser anspruchsvollen Zeit gemacht und jeder von ihnen hat bewiesen, dass er oder sie ein wichtiger Teil unserer funktionierenden Gemeinschaft ist.


Die Quarantäne hat uns näher zusammengebracht, jetzt fühlt es sich fast wie Familie an. (Kamila, Stufe 9)

In dieser Zeit habe ich viele Mitschüler sehr gut kennengelernt und eine ganz besondere Freundschaft geschlossen. (Simon, Stufe 10)

Text: Lisa Schneider

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Datum:
11. Juli
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