Terminkalender

Regionaltreffen MINT 100
in Bremen

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Mit zwei Vertretern des Internats Solling folgten wir der Einladung des Vereins MINT-EC zum Regionaltreffen am 20. und 21.11.14 nach Bremen.
Schülern und Lehrkräften standen unterschiedliche Workshops und Exkursionsziele zur Auswahl, wobei die Schüler die beiden Tage unabhängig von ihren Lehrern gestalteten. Für Arndt (Schüler der 10. Klasse) ging es zunächst um die in der Weser heimischen, aber vom Aussterben bedrohten Flusskrebse. Gewässerverschmutzung und invasive Arten setzen dieser geschätzten Delikatesse zu. Doch bevor man wirksame Schutzmaßnahmen ergreifen kann, muss man die Lebensgewohnheiten und Umweltansprüche genau kennen. Dazu wurden an zahlreichen Stationen Kenntnisse über Anatomie, Verhalten, Wasserqualität etc. erarbeitet.

Währenddessen lernte Frau Dr. Wegelin zwei Projekte kennen, die produzierende Betriebe und Schule enger verknüpfen sollen. Zum einen besuchen Ingenieure von Mercedes Schulklassen, wo sie von ihrem Arbeitsalltag berichten und die Schüler in Experimenten alternative Antriebstechnologien kennenlernen und deren Effizienz im Test vergleichen. In einem anderen Projekt werden Partnerschaften vermittelt, die es ermöglichen dass einerseits Lehrkräfte betriebliche Abläufe life kennenlernen - hier werden zur Abwechslung also mal nicht die Schüler ins Praktikum geschickt, sondern die Lehrer. Andererseits probieren sich betriebliche Mitarbeiter aber auch in der Gestaltung einer Unterrichtseinheit zu ihrem Fachgebiet und erfahren von den Tücken einen für alle motivierenden Unterricht zu halten.

Am zweiten Tag entschied sich Arndt das Zentrum für Humangenetik der Universität Bremen kennenzulernen. Es wurden die verschiedenen Forschungsbereiche vorgestellt, die Bedeutung des Humanen Papillomavirus (HPV) in einer Vorlesung verdeutlicht, verschiedene Labore besichtigt und die eigene DNA aus einer Speichelprobe isoliert. Dabei zu sein wie Eizellen für eine spätere Befruchtung oder 30 Jahre alte Krebs-Zelllinien für die Forschung in flüssigem Stickstoff gelagert werden ist schon etwas anderes als ein Fernsehbericht darüber.

Auf dem Programm für Lehrkräfte waren auch einige Besichtigungen vorgesehen. Beispielsweise die Produktion und Montage von Flugzeugklappen in den Werkshallen von Airbus. Hier imponierte nicht nur die schiere Größe der Werkstücke aus nächster Nähe, sondern auch die penible Beachtung von Arbeitssicherheit und Reinheit. Passenderweise startete auch gerade die "Beluga". Diese eigens für den Materialtransport zwischen verschiedenen Airbuswerken entwickelte Maschine, bekommt man doch eher selten zu sehen und ihre Form erinnert tatsächlich sehr an einen Beluga-Wal.
Im Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DKFI) erwarteten uns zahlreiche Roboter für den Einsatz in der Tiefsee und im Weltall, deren Funktionsfähigkeit in den speziell entwickelten Testlaboren geprüft wird.

Insgesamt also eine empfehlenswerte Veranstaltung, die einlädt über den eigenen "Tellerrand" hinauszuschauen.

Arndt Noeske und Dr. Tanja Wegelin
Weltraumlabor im DKFI
Text und Fotos: Dr. Tanja Wegelin

 

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Kategorie: Aktuelles, MINT   Start: Donnerstag, 20. November 2014     Ende: Freitag, 21. November 2014     Event-Export: Als iCal-Datei herunterladen

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Sandra Knecht
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