Terminkalender

Berlinfahrt Stufe 11 – Kalte Füße und jede Menge Geschichte

Internat-Niedersachsen-Berlin-1

26.1.2014. Sonntagmorgen. 9.00 Uhr. Alles schläft. Wirklich alles? Nein, nur eine kleine Gruppe unbeugsamer, wissenshungriger Schüler drängt sich in den Bus und freut sich auf eine schöne Zeit in Berlin. Die hatten wir tatsächlich.
Gleich nach der Ankunft im Hostel ging es in den Reichstag. Dort wurde uns nicht nur das Wichtigste über die Funktion und die Geschichte des Reichs- und Bundestages erklärt, sondern auch überraschende Fakten, wie zum Beispiel, dass es Berliner gibt, die dort geboren sind, oder wie die Farbe der Stühle genannt wird („Reichstagsblue“) und dass es Nachwuchsprobleme bei den Stenographen gibt. Nach einem kurzen Spaziergang in der Kuppel, bei dem Foff mutig seine Höhenangst erfolgreich besiegte, ging es für uns weiter in die Ausstellung zur „Topographie des Terrors“. Komplett durchgefroren freuten wir uns über eine kleine Stärkung am Kiosk, sodass wir, aufgeteilt in kleinere Gruppen, mit neuer Energie in die Führung starten konnten. Im Mittelpunkt standen dabei Organisationen wie Gestapo, SS und das Reichsicherheitshauptamt sowie die von ihnen europaweit ausgeübten Verbrechen. Der Abend stand uns zur freien Verfügung, sodass wir selbstständig essen gingen. In geselliger Runde erlebten wir im Hostel ein spannendes Billiardspiel: Florian Scheck mit Frau Ruppert gegen Konstantin Schlue und Friedrich Dreier. Team Ruppert/Scheck gewann zu Null. Glückwunsch.

Der zweite Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Anschließend besuchten wir das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Die Gedenkstätte hat eine lange Geschichte hinter sich: erst Großküche, dann sowjetisches Speziallager und schließlich ein von Ministerium für Staatssicherheit übernommenes Gefängnis. Gelegen in einem militärischen Sperrbezirk, der auf Stadtplänen verschleiert dargestellt war, waren dort zahlreiche politische Verfolgte inhaftiert. Der letzte prominente Insasse war 1989 Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit in der ehemaligen DDR. Im Anschluss hatte Herr Necas seinen großen Auftritt. Er führte uns zu vier wichtigen Denkmälern: Neue Wache, Denkmal der Bücherverbrennung, Holocaust-Denkmal und Denkmal der Sinti und Roma; Frau Ruppert erläuterte die Geschichte des Brandenburger Tores. Aufgrund der Kälte blieben Erklärungen – künstlerisch wie historisch – zunächst aus und wir wurden in den fast freien Abend entlassen. Bei „einem gemütlichen Bier“ (Zitat Frau Ruppert) traf man sich um 21.00 Uhr im Hostel zu einer 60minütigen Unterrichtsstunde, vollgepackt mit kunst-historisch-religiösen-Erklärungen, die das Gesehene mit Leben erfüllten und in einen großen Zusammenhang stellten.

Dienstag war unser letzter Tag. Auf der Heimfahrt in das schöne Weserbergland machten wir noch einen Abstecher in die Neue Nationalgalerie, wo Herr Necas uns die moderne Kunst nahebrachte. Dort findet man Werke von Künstlern aus dem 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart, wie zum Beispiel von Joseph Beuys. Danach besuchten wir die Gedenkstätte „Gleis 17“ am Bahnhof Grunewald. Die bedrückende Stimmung, die sich unmittelbar bei Betreten des Bahnsteigs einstellt, wurde durch einen von Frau Ruppert vorgelesenen Auszug aus dem Buch „Bebelplatz“ unterstützt. Am Bahnsteig findet man zahlreiche Gravuren mit Datum, Anzahl der deportierten Juden und Namen des Konzentrationslagers. So schloss sich der Kreis zu der Ausstellung „Topographie des Terrors“. Um 19 Uhr endete unsere Fahrt wo sie angefangen hatte.

Fazit: Es war kalt, schön und nur drei Kranke!
Danke für die schöne Zeit an Frau Ruppert, Frau Knecht und Herrn Dr. Necas !

Pauline, Verena, Luisa

Kategorie: Aktuelles   Start: Sonntag, 26. Januar 2014     Ende: Dienstag, 28. Januar 2014     Event-Export: Als iCal-Datei herunterladen

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Sandra Knecht
PR und Marketing

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