Terminkalender

Jugend forscht 2019

Jugend forscht 2019 Nanopartikel

 

In diesem Jahr gab es wieder eine Teilnahme beim renommierten Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ – und wie im letzten Jahr, war es eine Landschulheimerin! Schon im letzten Jahr konnten drei unserer Schülerinnen Erfolge in diesem Wettbewerb verbuchen und in diesem Jahr stellte sich unsere angehende Abiturientin, Veronika Y., dieser Herausforderung. Neben dem obligatorischen Unterricht und der Vorbereitung auf das (Vor-)abitur, nahm sie sich die Zeit und forschte rund um das Thema „Hyperakkumulatoren Pflanzen und Nickelnanopartikel“. Ihre Leitfrage war: „Kann man mittels Pflanzen, die Schwermetalle aufnehmen können (Hyperakkumulatoren), das Schwermetall Nickel ernten?“ Ganz gemäß dem Motto des diesjährigen Wettbewerbs „Frag nicht mich – Frag Dich!“ entwickelte sie diese sehr spannende Fragestellung nicht, wie man vermuten könnte, im Biologieunterricht, sondern in ihrem physikalischen Seminarfach zu Nanopartikeln bei Herrn Dr. Hubenthal. Die Verknüpfung des Themas „Nanopartikel“ mit dem Themenfeld „Pflanzen“, und damit mit der Biologie, lag für sie Nahe, da sie auch die biologischen Auswirkungen von Nanopartikeln auf Organismen dort kennenlernte – und so war die Frage war für Veronika gefunden.
Im Laufe der Arbeit, die in der Physik geboren, thematisch in die Biologie gehört und deren Methoden sie nutze, ging sie auch ins chemische Labor, um später ihre Pflanzen auf ihren möglichen Nickelgehalt zu untersuchen. Zudem schwang auch immer die Idee dahinter mit, dass diese Frage auch gesellschaftlicher Art ist, denn Veronika sieht darin auch die Möglichkeit generell schwermetallbelastete Böden wieder kultivierbar zu machen, indem so wichtige Ressourcen auf natürliche Weise gewonnen werden können. Im Laufe der Arbeit stieß sie auf weitere Fragen, die es notwendig machten, sich auch mit kontrollierter Pflanzenaufzucht, wie auch mit chemischen Verfahren zu befassen, mit denen der Nickelgehalt nachzuweisen ist. Auch die Betrachtung der Nanopartikelgröße war nötig, um später diskutieren zu können, warum das Oberflächen-Volumenverhältnis eine Rolle für den Lösungsvorgang der Nanopartikel und deren Nachweis eine Rolle spielt.
Ihre Ergebnisse und die Wettbewerbsarbeit hat sie eingereicht und wurde daraufhin zum Regionalwettbewerb nach Hildesheim eingeladen. Am frühen Morgen des 13. Februar vertrat Veronika das Internat Solling beim Landeswettbewerb in Hildesheim und präsentierte der interessiert-kritischen Jury souverän, fachkundig und immer mit einem Lächeln auf den Lippen, ihre Thematik, die Methoden, Ergebnisse und Absichten, die mit dieser Forschungsfrage verbunden sind. Bei der Präsentation vor der Jury lauschten nicht nur diese gespannt zu, sondern auch kleinere Gruppen von Schülern hörten gebannt zu. Auch war ihr Stand immer von interessierten Wettbewerbsbesuchern von Jung bis Alt besucht und sie konnte auch bei diesen mit ihrem Charme und ihrer Kompetenz punkten. Doch die Mitstreiter auf diesem Wettbewerb waren zahlreich und mit starken Themen und Präsentationen in der Tasche angereist. Veronika konnte mit ihrer sehr grundlagenorientierten Arbeit überzeugen und sicherte sich so den dritten Platz im Bereich Biologie. In der Begründung wurde von der Jury wertgeschätzt, dass sie sich nicht nur allein diesem grundlegenden Thema stellte, sondern sich auch weitläufig in den naturwissenschaftlichen Feldern zu bewegen wusste und auch das gesamtgesellschaftliche Interesse dieses Themas nie verloren hatte.
Man sieht, dass es sich lohnt Fragen zu stellen, sie in große Kontexte zu erfassen und selbst Antworten zu finden, um sich am Ende mit einem Lächeln und zufrieden wieder dem Alltag widmen zu können – oder so einen Weg für seine eigene Zukunft gefunden zu haben.

 

Kategorie: Aktuelles, MINT   Start: Mittwoch, 13. Februar 2019     Ende: Mittwoch, 13. Februar 2019     Event-Export: Als iCal-Datei herunterladen

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Sandra Knecht
PR und Marketing

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