Terminkalender

Demokratie-Workshop der 11. Klassen

Demokratie Workshop InternatSoling 1

 

Im Rahmen eines Workshops beschäftigten sich die Schüler der 11. Stufe mit dem Thema Demokratie. Die Idee zur Umsetzung hatten unsere Politiklehrer Herr Meisieck und Frau von Nerée. Unterstützung bekamen die beiden von der Schülermutter und Richterin am Oberlandesgericht, Frankfurt Sabine von Garmissen. Aufgeteilt in drei Gruppen thematisierten wir den „Populismus“, die Frage „Gibt es Parallelen zwischen Berlin und Weimar?“, sowie ein mögliches Parteiverbotsverfahren. Dies diente als Einstieg in der die anschließenden Fish-Bowl-Runde.
Anhand kurzer Videos klärten wir mit Herrn Meisieck die Definition von Populismus. Auf Grundlage dieses Wissens galt es folgende Fragen zu beantworten: Welche Strategien verfolgen Populisten? Was ist der Nährboden von Populismus? Warum stellt er eine Gefahr für die Demokratie dar? Des Weiteren erarbeiteten wir die Unterschiede von Rechts- und Linkspopulismus, die vielen nicht klar gewesen waren.
Die Frage „Gibt es Parallelen zwischen Berlin Weimar?“ stand bei Frau von Nerée im Mittelpunkt. Dazu aktivierten wir unser geschichtliches Wissen und verglichen die gesetzlichen Bestimmungen von heute mit denen der Weimarer Republik. Dadurch wollten wir überprüfen, ob es heute zu einer erneuten NS-Diktatur kommen könnte.
Dem Parteiverbotsverfahren näherten wir uns gemeinsam mit Frau von Garmissen. Wir erfuhren, ab wann eine Partei verboten werden kann. Zu unserer Überraschung reicht eine verfassungsfeindliche Grundeinstellung dafür nämlich nicht aus, stattdessen sind auch Anhaltspunkte für die erfolgreiche Durchsetzung der politischen Ziele erforderlich. Besonders heiß diskutiert wurde die Frage, ab wann es aus unserer Sicht Sinn machen würde, eine Partei zu verbieten.
Anschließend erfolgte die Einteilung in zwei Gruppen: Die „Radikalen“ hatten das Ziel, die Demokratie zu kapern und die „Demokraten“ sie zu schützen. Mit diesen Positionen ging es dann in die Fishbowl-Diskussion. Jeweils drei Radikale und drei Demokraten argumentierten in der Mitte. Durch einen weiteren Stuhl in der Runde hatte das restliche Publikum ebenfalls die Möglichkeit, sich aktiv in die Debatte einzubringen. Dieser weitere Redner war jedoch nicht neutral, sondern natürlich immer entweder Radikaler oder Demokrat, was zu ständig wechselnden Mehrheiten führte. Durch das Hinzustellen eines weiteren Stuhls gedachten wir dieses ungleiche Verhältnis zu beseitigen. Faktisch standen nun vier Radikale gegen vier Demokraten, doch egal wie stark die demokratischen Redner ihre Position durch Argumente untermauerten, die Radikalen wirkten immer stärker, weil es leichter ist etwas zu kritisieren als Zusammenhänge zu erklären. Eine spannende Wendung nahm die Diskussion, als die Diskutanten auf einmal die gegnerische Position einnehmen sollten: Radikale waren plötzlich Demokraten und Demokraten wurden zu Radikalen. Dieser Rollentausch steigerte die Aufmerksamkeit und das Interesse aller.
Der Workshop zeigte eindrücklich, wie schwierig es ist, Populisten und generell Populismus zu begegnen und wie wichtig es ist, die Demokratie zu verteidigen.

Text: Sabrina S., Klasse 11.3

 

Demokratie Workshop InternatSoling 2
Kategorie: Aktuelles   Start: Freitag, 5. Juli 2019     Ende: Freitag, 5. Juli 2019     Event-Export: Als iCal-Datei herunterladen

Zurück

 

Sandra Knecht
PR und Marketing

Telefon:  0 55 31-12 87-60
E-Mail:     Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

S.Knecht