Terminkalender

Summercamp im Internat Solling

Summercamp Solling Tischlern

 

Kelewennst dulewu dielewie lölewöffelewelspralewachelewe? Wer jetzt nichts versteht, hat wohl das Summercamp, das vom 14. bis 21. Juli im Internat Solling stattfand, verpasst. Da ging es nämlich mal nicht um Englisch, Mathe oder Latein. Da wurde eben zum Beispiel die Löffelsprache gelernt. Zwölf Kinder und Jugendliche waren zusammengekommen, um sieben Tage Internatsluft zu schnuppern und dabei eine Menge Spaß zu haben. Sechs Jungen und ebenso viele Mädchen bezogen am Sonntagnachmittag das Tannenhaus und hatten es zumeist ziemlich eilig, ihren Eltern für eine Woche Lebewohl zu sagen. Unter der fürsorglichen Aufsicht des Ehepaars Gensheimer lernte man sich schnell kennen und fand zusammen, mal in kleineren Grüppchen, dann wieder alle miteinander beim „Werwolf-Spielen“ und zu gemeinsamen Aktivitäten. Und natürlich am großen Tisch im Speisesaal, an dem Jan Kaschura die Gäste eine Woche lang kulinarisch verwöhnte.

Gleich am ersten Abend ging es zum Bogenschießen, bei dem alle viel Spaß hatten, obwohl nicht immer ins Schwarze getroffen wurde. Oft genug musste ein Baum dran glauben, der das Pech hatte, in der Nähe zu stehen. Am nächsten Morgen stand Reiten und Tennis auf dem Programm. Wenngleich beides der ganzen Gruppe offenstand, teilte es sich artig auf Jungs und Mädchen auf: Die Jungs powerten sich beim Tennis aus, die Mädchen fanden das größte Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde. Beim Spaziergang durchs Hasselbachtal sprangen dann aber alle gemeinsam gleichermaßen begeistert über das Wasser – und auch hinein, was dann geschlechtsübergreifend nasse Füße bescherte. Mit trockenen Füßen und vollem Bauch trafen sich die Summer-Camper am Abend in der Sternwarte, wo Herr Loske ihnen das Teleskop erklärte und ihnen Spannendes aus der Welt der Astronomie erzählte.

Auch der zweite Tag sollte sich als sehr ereignisreich herausstellen: Direkt nach dem Frühstück fuhr die Truppe in den Wildpark Neuhaus. Hier durften die jungen Besucher nicht nur Ziegen streicheln, Wölfe mit toten Hühnern füttern und Rehe anlocken, sondern auch eine Raubvogel-Show miterleben. Am Nachmittag führte Dr. Papadopoulos einige naturwissenschaftliche Experimente im Institut durch. Ein Schokokuss dehnte sich im Vakuum auf ein Vielfaches seiner ursprünglichen Größe aus, und aus chemischen Lösungen und Spüli wurde eine schaumige Masse, die aussah, als könnte man damit Elefanten die Stoßzähne putzen. Außerdem wurde an diesem Tag wie an jedem Tag der Summercamp-Song und das Theaterstück geprobt. Diese sollten am letzten Tag des Camps den abholenden Familien präsentiert werden. Und auch Tennis und Reiten stand wie jeden Tag auf dem Programm.

An Tag 3 und 4 konnten die Jungen und Mädchen sich handwerklich betätigen. Mit Kunstlehrerin Anna Weil bemalten sie im Kunstraum T-Shirts. Mit Schablonen und bunten Acrylstiften entstanden aus den weißen Hemden echte LSH-Kunstwerke. Mit Andreas Berthoud ging es in die Tischlerei. Hier fertigten die Teilnehmer aus einfachen Holzklötzchen hübsche Lindenblätter. Mit Eisen und Holzklopfer arbeiteten die Kinder umsichtig und konzentriert. Am Donnerstagnachmittag wartete ein weiteres Highlight auf die Gruppe: Im Hochseilgarten Silberborn konnten sich die Kinder richtig austoben und gemeinsam durch die Lüfte schwingen. Leider war der sehr beliebte „Partnerparcour“, mit dem der Hochseilgarten Silberborn auch in der weiteren Umgebung sehr bekannt ist, gesperrt. Da aber auch die anderen Routen echte Herausforderungen für die Kletterer bargen, wurde kollektiv entschieden, dass man hierher unbedingt noch einmal privat zurückkehren muss.

Am Freitag wurde es wieder sehr kreativ, da die Kinder auf eigene Faust ins Atelier durften. Dort beschlossen sie, die Bühnenbilder für die Show am Sonntag zu gestalten. Mit großen Pinseln wurden Bettlaken gestaltet, die am kommenden Tag als Kulisse für’s Theaterstück dienten. Der Samstag stand ganz im Zeichen des Sports: Tennisturnier, Turnhallen-Spiele und Reitunterricht – die Internatsbesucher zeigten ihr ganzes Können. Als Preisgeld für die aktiven Tennisspieler winkte allen ein dunkelblaues LSH-Shirt, ein Polohemd und eine Kappe.

Und dann war es plötzlich schon Sonntag. Die Zeit war trotz der einen oder anderen Heimweh-Attacke wie im Flug vergangen. Jetzt hieß es nur noch, Bühne frei für die jungen Künstler. Sie präsentierten zunächst mit viel Verve und Leidenschaft das kleine Theaterstück „Charlie, die Wanderrate“ und im Anschluss den super Summercamp Song. Zu jedem Teilnehmer gab es ein paar typische Zeilen oder Anekdoten, die beim Publikum großen Anklang fanden. Die Leistung der Kinder, die unter der souveränen Leitung von Katja Enders und Reinhart Pietsch, in so kurzer Zeit etwas sehr Präsentables auf die Beine gestellt hatten, war wirklich beachtlich. Dementsprechend begeistert waren Eltern und Geschwister, die dies mit langem Applaus belohnten.

Bei der Abreise wurden fleißig Adressen und Nummern ausgetauscht, die den Kontakt sichern sollten, bis man sich im nächsten Jahr zur selben Zeit am selben Ort gerne wiedersähe. Zwei Teilnehmerinnen sehen wir bereits am Anreisetag wiedersehen, denn sie werden zum neuen Schuljahr Schüler des Internat Solling.

Summercamp Solling Musenhof

Kategorie: Aktuelles   Start: Sonntag, 14. Juli 2019     Ende: Sonntag, 21. Juli 2019     Event-Export: Als iCal-Datei herunterladen

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Sandra Knecht
PR und Marketing

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