Terminkalender

Elternwochenende im Internat Solling

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Schade, dass uns auch dieses Jahr die Sonne im Stich ließ. Froren wir im letzten Jahr wegen der Eisheiligen, so ließen uns dieses Mal die Wetterheiligen im Regen stehen. War das für den ersten Programmpunkt, die Gespräche zwischen Eltern und Lehrern bzw. Kam-Leitern, noch kein Problem, litten vor allem Pferde und Reiter unter der schlechten Witterung. Nasser Boden und Regenschirme irritierten die Tiere und forderten alles von den vorführenden Schülern. Dass das Schau-Programm der Reit-AG trotzdem so schön und gelungen war, wurde daher auch mit einem langen Applaus belohnt! Große Anerkennung fanden auch die Bilder rund um den Musenhof: In Anna Weils Kunstunterricht wurde in den letzten Wochen fleißig gesprayt und gemalt, um die Graffiti-Ausstellung fertigzustellen. Und auch die Schüler ihres Neigungsfachs „Landart“ hatten sich etwas Schönes zum Elterntag ausgedacht: Rings um das Oberhaus hingen zahlreiche Hängematten, die bei Sonne zum Schaukeln und Ausruhen eingeladen hätten. Leider blieben sie weitestgehend verwaist, aber ihre bunten Farben leuchteten gegen das schlechte Wetter an und versicherten jedem Vorübergehenden, dass es nur besser werden könne. Zum Glück bleiben sie hängen und werden sicher bald ihren Dienst aufnehmen!

Um 17 Uhr wurde zur Elternversammlung in die Hohe Halle geladen; der Vorsitzende des Elternrates, Herr Jagdfeld, sprach über die Arbeit des Gremiums, stellte zwei neue Mitglieder vor und dankte den beiden Müttern, die wegen des Abiturs ihrer Söhne ausscheiden. Im Anschluss daran ergriff Frau Volger das Wort und präsentierte die Ergebnisse eines Workshops, der vor einigen Wochen im Internat stattgefunden hatte. In intensiven Gesprächen und produktiven Arbeitskreisen wurden hier sechs Thesen erarbeitet, die als Kernbotschaften der Schule zu verstehen sind. Dazu waren in der Chorhalle sechs Stellwände vorbereitet, die diese Thesen mit dazugehörigen Fotos sehr anschaulich verdeutlichten. Außerdem brachte Frau Volger tatkräftige Unterstützung durch die Schüler mit, um eine der Thesen, die die Internationalität des Internates hervorhebt, mit Leben zu füllen: Sie bat vier native Speaker aus dem Übersetzungs-Workshop, je ein Gedicht auf russisch, chinesisch, englisch und auf spanisch im Original vorzulesen. Danach traten vier weitere Schüler auf, die die Übersetzung der Verse vortrugen. Der Applaus dafür war dann sowohl Ausdruck des Lobes für die übersetzerische Leistung, als auch der Freude über die gelebte Internationalität an unserer Schule.

Dann folgten noch einige Informationen: Frau Habbel löst Herrn Busch als Oberstufenkoordinatorin ab. Herr Schneider, der Mittelstufenkoordinator, erklärte, dass das Kultusministerium allen niedersächsischen Schulen offenhält, bereits zum kommenden Schuljahr auf das neunjährige Gymnasium umzustellen. Unser Internat wird jedoch erst mit dem Schuljahr 2015/16 wieder zum G9 zurückkehren, um in aller Ruhe die erforderlichen Pläne zu gestalten. Zudem wird es die Möglichkeit geben, ein „Abitur im eigenen Takt“ zu absolvieren; das heißt, dass einzelne Schüler, deren Noten es erlauben, ab der 2. Hälfte der 10. Klasse direkt in die 11. Jahrgangsstufe springen können, um damit ihr Abitur in zwölf Jahren zu machen. Frau Volger dankte abschließend Frau Dr. Albert-Meisieck für ihre Verdienste in Sachen Fundraising. Im Anschluss an die Ansprache der Schulleiterin hatte Horst-Otto Gerberding noch positive Nachrichten aus dem Stiftungsrat zu berichten. Viel Geld sei bereits in die Stipendienstiftung geflossen und viele Stipendiaten könnten unterstützt werden. Nils Schmidt, der Vorsitzende des Fördervereins, ermunterte als letzter Redner schließlich noch alle Anwesenden, dem Förderverein beizutreten. Im Moment zählt dieser nur wenige Mitglieder und könnte gut weitere Unterstützer gebrauchen. Der gemeinnützige Verein dient dem Zweck, Geld für zusätzliche Ideen und Projekte zur Verfügung zu stellen. Die 130,- €, die eine Mitgliedschaft im Jahr kostet, werden aktuell für die Renovierung der Sporthalle eingesetzt. Ganz konkret soll ein Raum für Sporttheorie eingerichtet werden, der mit entsprechender technischer Ausrüstung für die Videoanalyse vieler Sportarten zur Verfügung stehen soll. Das wäre etwas Besonderes, das weit über den normalen Sporthallenstandard hinausginge.

Nach diesem offiziellen Teil wurde es dann gemütlich. Wie schon in den Jahren zuvor waren alle in die Schmilinsky-Halle zum Apéro eingeladen. Bei Sekt und O-Saft konnte man Lehrer und Eltern kennenlernen und natürlich auch mit den alten Bekannten sprechen. Der Teil des Abends war so nett, dass alle weiteren Veranstaltungspunkte ein bisschen nach hinten geschoben werden mussten. Dies tat allerdings weder der Stimmung und schon gar nicht der Küchenleistung einen Abbruch! In gewohnt hervorragender Qualität verwöhnten uns die guten Geister am Herd und im Service mit Spargel und einer köstlichen Dessertauswahl.

Gestärkt und erholt ging es wieder zurück in die Hohe Halle. Dort erwartete Eltern, Lehrer und Schüler das Theaterstück „Doof gelaufen“ unter der Leitung von Jens Lessing. Und zunächst sah es so aus, als machte es seinem Namen alle Ehre, denn Cecilia, eine der Hauptdarstellerinnen, war mehr als angeschlagen. Mütterliche und pharmazeutische Unterstützung brachten sie jedoch wieder auf die Beine und so konnte das skurrile Stück - ganz anders als sein Titel – ganz hervorragend über die Bühne gehen. Auch der Damenchor unter Frau Chilians Leitung offerierte wunderbare Lieder, die von verschiedenen Schülern am Flügel begleitet wurden. Und damit war das bunte Programm noch immer nicht am Ende: Das Geschehen verlagerte sich nur ins Musikhaus, wo die LSH-Band den letzten Teil des Abends einläutete. Bis Mitternacht wurde gesungen, gelacht und geredet, bis es alle – und wahrscheinlich allen voran Stella, die bei allen Programmpunkten des Abends mitgewirkt hat – müde und glücklich in die Betten zog.

Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühstück in den Speisesälen und stand dann für die Schüler ganz unter dem Motto „Berufsorientierung“: Nach verschiedenen Vorträgen zum Thema in der Hohen Halle, gaben 16 Experten Einblick in Ausbildungsmöglichkeiten und Alltag ihres Berufs. Das Angebot reichte von Fachhochschulen und Universitäten, über Rechtsanwälte, Ärzte und ortsansässige Firmen, bis zu Bundeswehr und Polizei. Umlagert war vor allem die Vertreterin von Symrise, Frau Brychcy. Sie hatte schon in der Hohen Halle von der Kooperation der Schule mit ihrem Unternehmen berichtet und stand nicht nur ruhig und gelassen allen Fragen und Fragern Rede und Antwort, sondern hatte auch Duft- und Geschmacksmuster mitgebracht, die interessiert „beschnuppert“ wurden. Die Eltern hatten währenddessen Gelegenheit, weitere Gespräche mit den Fachlehrern ihrer Kinder zu führen. Anschließend kamen noch einmal alle in den Speisesälen zum gemeinsamen Mittagessen zusammen. Danach ging es zur Versammlung und das Wochenende klang bei Kaffee und Kuchen entspannt aus.

Allen Organisatoren, externen Gästen, Vortragenden, Mitwirkenden und Helfenden sei an dieser Stelle für Mühe und Einsatz herzlich gedankt. Es war toll!

Kategorie: Aktuelles, Elternsprechtage   Start: Samstag, 10. Mai 2014     Ende: Sonntag, 11. Mai 2014     Event-Export: Als iCal-Datei herunterladen

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Sandra Knecht
PR und Marketing

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