50-prozent
Skip to content

Ana

Meine Eltern leben in Spanien und wollen meinem Zwillingsbruder Max und mir die Möglichkeit geben, im deutschen Schulsystem Abitur zu machen. Da meine Mutter aus Holzminden stammt und auch meine Oma hier wohnt, haben wir uns für das LSH entschieden.
Als wir hier ankamen, war ich noch sehr schüchtern. An einem unserer ersten Tage hier wollte ich nach dem Essen automatisch mit meinem Bruder mitgehen. Da sagte er einfach zu mir: „ Nein, Du gehst zu Deiner Kam“. Das hat er sehr gut gemacht. So habe ich gelernt eigenständiger zu werden. Das kam mir auch gerade auf dem THIMUN (Die  THIMUN-Konferenz (Den Haag International Model United Nations) ist eine Fünf-Tage-Simulation der Vereinten Nationen für Sekundarschüler, an der rund 3200 Schüler aus 100 Nationen teilnehmen) in Den Haag zugute, wo ich in einem Komitee von 150 Ländern alleine Honduras vertreten habe. Natürlich hat mir dort auch die Dreisprachigkeit unserer Familie genützt. Mit einem spanischen Vater und einer deutschen Mutter ist Englisch die Familiensprache,  Spanisch war die Alltagssprache- darin verfalle ich auch immer noch mit Max. Natürlich ist mein Leben hier im LSH sehr von Deutsch geprägt, doch lese ich Bücher immer noch lieber auf Englisch oder Spanisch. Die Sprache, in der ich denke, hängt von der jeweiligen Situation ab. Im Sommer diesen Jahres ziehen meine Eltern nach Holland. Also kommt bald Niederländisch hinzu.

Ana