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Florian

Meine größte Stärke ist das Organisieren. Ich bin wirklich gut darin, Struktur in Themen zu bringen und den Überblick zu wahren. Dies hat sich schon in der 9. Klasse während eines Schülerpraktikums bei „Papenburg Marketing“ gezeigt und prägt auch meine Zukunftspläne. Es zieht mich Richtung Management, ob im Finanz- oder im Logistikbereich wird das Leben zeigen. Fest steht für mich lediglich, dass ich gerne in einer Großstadt leben möchte – am allerliebsten in Hamburg, meines Erachtens die schönste Stadt der Welt.

Da ich kein Studienfach mit NC anstrebe (meine Eltern und beide meiner Geschwister sind Mediziner, das soll reichen!), gehe ich es relativ gelassen an – zumal das Lernen in unseren kleinen Gruppen ungleich intensiver ist, als denn jemals an der Staatsschule (dort waren wir mitunter 26 Jugendliche in der Klasse. Zum Vergleich: In meinem Französischkurs sind wir zu viert!) erlebt. Als sehr sportlicher Mensch nutze ich hier die Gelegenheit, je zwei Mal die Woche am Tennis -(das ich seit der 2. Klasse spiele) und Fußballtraining teilzunehmen. Während meiner ersten Wochen am LSH war es schon ein wenig eigenartig, den Geschichtslehrer am Vormittag im Unterrichtsraum und abends auf dem Fußballplatz zu sehen, doch habe ich mich mittlerweile nicht nur daran gewöhnt, sondern eben genau das schätzen gelernt. Das familiäre Miteinander ist definitiv das Wichtigste für mich am Internat Solling. Da mir Freundschaften generell sehr wichtig sind, genieße ich die enge Bindung in meiner Kameradschaft sehr. Insbesondere die zu Casimir, mit dem ich bis vor kurzem ein Zimmer geteilt habe. Diesbezüglich war Frau Volger geradezu wahrsagerisch tätig: Sie sagte schon bei der allerersten Führung, dass sie sich gut vorstellen könne, dass er mein bester Freund werden würde. Dem ist so! Es ist eine brüderliche Verbindung gewachsen, die sogar so weit geht, dass ich mich in seinem Zuhause ebenso selbstverständlich bewege (und am Kühlschrank bediene), wie er sich in dem meinen!
Als engagierter Mensch, der gerne für andere da ist, war es für mich selbstverständlich, mich in meinem zweiten Jahr hier als Schülervertreter aufstellen zu lassen. Während meinem ersten Jahr habe ich Anna Weil tatkräftig bei der Organisation von Veranstaltungen unterstützt, wollte dann aber darüber hinaus Dinge für meine Mitschüler:innen bewirken können. Durch meinen Freund und damaligen Kam-Mitbewohner Pelayo habe ich viel von der PV- Arbeit mitbekommen und gemerkt, dass diese auch mir liegen wird. Leider wurden wir Corona-bedingt ausgebremst – was aber der Motivation keinen Abbruch getan hat! Sicherlich fällt mir die PV-Arbeit auch leicht, da ich schon immer jedem Menschen, egal in welcher Position er oder sie tätig ist, meine Meinung klar gesagt habe. Ich kann mit jedem gut auskommen, muss aber nicht mit jedem Menschen eng befreundet sein. Zudem spielt sicherlich auch mit rein, dass ich schlichtweg gerne für andere da und ein guter Zuhörer bin. Wenn es dann noch etwas gibt, das ich strukturieren kann – umso besser!

Blicke ich auf das, was ich hier erlebe und die hier gewachsenen, tiefen Freundschaften, so freue ich mich umso mehr, dass mein Vater den Gedanken an einen Internatsbesuch an mich herangetragen hat. An dieser Stelle Dank an meine Eltern, die mir meinen Aufenthalt hier ermöglichen – und mich, ihr Nesthäkchen, haben gehen lassen. Umso schöner ist es jetzt immer, wieder nach Hause zu kommen und die köstlichen Hähnchenschenkel mit Schupfnudeln von und mit meiner Mutter zu genießen!

Fotos: Hannover 96, Fußballschule, Dajana Marlen Photografie + privat