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luca

Ich glaube, wenn man sich auf den anderen Menschen einlässt und bereit ist, die eigene Komfortzone zu verlassen, um dem anderen entgegenzukommen, dann funktioniert sowohl eine Liebes-, als auch eine freundschaftliche Beziehung. Ich wünsche mir ganz sicher Kinder. Aber erst dann, wenn ich gesettelt bin. Ich könnte es nicht ertragen, meinen Kindern nicht alles bieten zu können. Ganz besonders, da meine Eltern mir alles ermöglichen und immer für mich da sind. Es ist mir ein großes Anliegen, ihnen viel zurückgeben zu können, sobald es mir möglich ist.

Wenn mich etwas begeistert, kann ich schon mal übermotiviert darin sein, andere damit anzustecken und vergesse zum Beispiel die Uhrzeit, wenn ich meine aktuelle Lieblingsmusik so laut höre, dass auch wirklich alle in meiner Kam sie mithören können. Mein Verhalten war manchmal eher überschwänglich, vielleicht muss ich in vielen Dingen einmal über die Stränge schlagen, um dann eine gute Dosis zu finden. Beruflich ist meine Priorität, auf eigenen Beinen zu stehen, vermutlich werde ich mich selbstständig machen. Dafür muss ich mich aus der Komfortzone hier im Internat (wo wir ja schon in einer Geborgenheitsblase leben)begeben und auch aus der finanziellen Abhängigkeit von meinen Eltern.

Wenn ich mit mir im Reinen bin und mich nicht verstecke oder an etwas anpasse, dass ich nicht vertrete – dann kann ich alles erreichen.

In Diskussionen halte ich prinzipiell erst Mal gegen an. Das heißt nicht, dass ich andere Meinungen nicht gelten lassen kann, aber ich schwimme einfach nicht gerne unreflektiert mit dem Strom. Interessanter ist für mich, mir erst mal die andere Seite anzuschauen. Dabei ist Zuhören die wichtigste Technik – ich bin gerne für andere da und würde nie etwas weitererzählen, das mir anvertraut wurde. Diesen Teamgeist genieße ich auch an und in unserer Rugby-Mannschaft. Es ist toll sich abends beim Abendbrot zu treffen und sich gegenseitig die Highlights des Trainings zu erzählen.

Die Menschen, die ich hier kennen gelernt habe, freuen mich so sehr.

Immer, wenn ich meine Familie um mich habe, fühle ich mich zuhause. Dasselbe gilt für meine Freunde hier am Internat Solling. Wenn ich es genau betrachte, habe ich also zwei Zuhause. Was will man mehr? Das ist doch perfekt.

Luca
Schüler