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Maya

Manche meiner Freunde können nicht ganz nachvollziehen, warum ich so unbedingt in ein Internat will, zumal ich mich mit meinen Eltern und Geschwistern wirklich gut verstehe. Doch mag ich es einfach sehr, dass ich hier kaum alleine und immer von gleichaltrigen Leuten umgeben bin.

Eigentlich gab es eine Abmachung mit meinen Eltern – 9 Monate Internat in Südafrika (dort hat mein Vater seine Schulzeit verbracht), um mein Englisch zu verbessern. Danach sollte ich die drei letzten Schuljahre Zuhause bleiben. Doch hat mir das Leben mit Gleichaltrigen im Internat einfach zu gut gefallen.

Als meine beste Freundin dann auf ein Internat durfte hat es mir gar keine Ruhe mehr gelassen. Im Internet habe ich die Information gefunden, dass es die Möglichkeit eines Stipendiums gibt und als ich dieses erhalten habe konnten meine Eltern nicht mehr „ nein“ sagen. Nun bin ich stolz darauf, durchgesetzt zu haben, auf das LSH gehen zu dürfen.

In Südafrika waren wir sogar zu sechst auf dem Zimmer – das war schon manch Mal anstrengend. Hier im LSH bin ich in einem Zweierzimmer. Da wir verschiedene Stundenpläne haben, hockt man nicht immerzu aufeinander – und sollte ich wirklich mal ganz alleine sein wollen, gehe ich gern raus, meist in das nahe Hasselbachtal.

Auf dem THIMUN (Die THIMUN-Konferenz (Den Haag International Model United Nations) ist eine Fünf-Tage-Simulation der Vereinten Nationen für Sekundarschüler, an der rund 3200 Schüler aus 100 Nationen teilnehmen) in Den Haag habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir macht, Menschen aus verschiedenen Kulturen kennen zu lernen. Das war toll und irgendwie fern ab von jeglicher Realität mit Schülern aus aller Welt über das Weltgeschehen zu debattieren. Ohne das LSH hätte ich nie die Gelegenheit gehabt, dort zu sein und vor ca. 200 Leuten eine opening speech zu halten. Natürlich auf Englisch..

Nach dem Abitur möchte ich auf jeden Fall nach Südamerika, um Spanisch zu lernen und allerliebsten auch noch mal nach Südafrika, um mein Englisch weiter zu verbessern. Es wäre schon toll, ein paar Jahre im Ausland zu arbeiten.

Maya
Schülerin, Klasse 12, Kam Stelzer