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3. November 2019
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Bauhaus im Internat Solling – TECTA zu Besuch

3. November

2019 ist das Bauhaus-Jahr – auch im Internat Solling. Waren vor einiger Zeit Schüler der 9. Klasse zu Besuch bei TECTA, dem mit rund 30 originalgetreuen und lizenzierten Bauhaus-Reeditionen größte Anbieter von Original-Bauhaus-Modellen, so kam am vergangenen Donnerstag Christian Drescher zu uns, der die Firma in vierter Generation leitet.

TECTA hat es sich seit Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, die besten Ideen und Entwürfe der Moderne, so wie sie am Bauhaus in Weimar und Dessau entstanden sind, originalgetreu zu bauen, weiterzudenken und neue Möbel in diesem Geiste zu entwickeln. In seiner Abendsprache in der Hohen Halle erzählt Christian Drescher den Zuhörern vom Bauhaus, dieser Schule, die vor genau 100 Jahren in Weimar gegründet wurde, und von seiner Firma, die unweit des Internats in Lauenförde an den geschwungenen Ufern der Weser ihren Sitz hat.

Drescher weiß, dass Trends austauschbar sind und die Zyklen immer schnelllebiger, aber auch, dass ständige Produktwechsel nicht nur unökonomisch, sondern auch unökologisch sind. Ein Argument, dass nicht nur bei der Fridays-for-Future-Generation verfängt. Die Aufgabe seiner Firma sei es daher, den Lebenszyklus guter Modelle zu verlängern. Und so sind die Möbel von TECTA zeitlos und besitzen einen unvergänglichen Charakter.

Außerdem gehört das 1979 gegründete Kragstuhl-Museum zur Firma, die auf 3000 m2 die größte Designsammlung zum Thema Kragstuhl umfasst und wichtige Dokumente des Bauhauses und seiner Gestalter ausstellt. Es erzählt unter anderem die Geschichte des edlen Freischwingers und gibt spannende Einblicke in das Schaffen von Walter Gropius bis Jean Prouvé.

Zum Bauhaus-Jubiläum wagte TECTA unter dem Namen „BauhausNowhaus“ übrigens ein spannendes Experiment: Bauhaus-Klassiker wie der berühmte Sessel F51 von Walter Gropius oder Marcel Breuers Clubsessel D4 wurden von jungen Designern neu interpretiert. Mit Respekt und Experimentierlust wagten sich die Jungen Gestalter an die großen Vorbilder und zeigten, wie wandelbar und gleichzeitig aktuell das Bauhaus auch 100 Jahre nach seiner Gründung noch ist.

Um das Erzählte den Schülern auch plastisch vor Augen zu führen, hatte Christian Drescher einige Möbel im Gepäck: z.B. den F51, Walter Gropius Direktorensessel, Peter Kelers Wiege von 1922 und Marcel Breuers Faltsessel D4 sowie seine Neuinterpretion D4N, die durch Esther Wilson bestickt wurde. Die Schüler konnten so vor Ort ausprobieren, wie gut Design und Funktion zusammenpassen.

Vielen Dank für Ihren Besuch, Herr Drescher, und dafür, dass Sie uns angeboten haben, unsere Schüler als Praktikanten in Ihre Firma schnuppern zu lassen!

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Datum:
3. November
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