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9. März 2022
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(Mikro) Plastik – Forschung am Internat Solling

10. März

Schon vor über fünf Jahren beschäftigte sich LSHler, Frederick, im Rahmen seiner Facharbeit mit dem Vorkommen von Mikroplastik in den lokalen Gewässern und auch im Trinkwasser und im Bier. Bei Mikroplastik handelt es sich um winzige, Mikro- bis Millimeter große Kunststofffasern oder Partikel, die beim Waschen von Kleidung oder als Zerfallsprodukte achtlos in die Umwelt entsorgter Plastikprodukte in unsere Gewässer und deren Nahrungsketten gelangen. Über diese und ein halbes Dutzend weiterer LSH-Forschungsarbeiten zu diesem Thema, berichtete der betreuende Lehrer, Dr. de Kathen, in der heutigen Abendsprache. Während er sich durchaus kritisch mit der wissenschaftlichen Datenlage auseinandersetzte, konnten die LSHler in ihren Arbeiten darlegen, dass das Problem tatsächlich existiert. Marc-Cevin und Ferdinand wiesen in den letzten zwei Jahren mit einem Färbeverfahren nach, dass die Weser pro Sekunde zig-Tausende von Plastikfasern und -partikeln mit sich führt. Während Ana wiederum zeigen konnte, dass es Mikroorganismen gibt, die Plastik -allerdings sehr langsam- abbauen können und sich Anya nun mit der Identifikation entsprechender Gene in der DNA von Bodenbakterien beschäftigt, legte Dr. de Kathen dar, dass auch biobasierte oder vermeintlich biologisch abbaubare Kunststoffe das Problem wohl nicht lösen können. Um dies zu illustrieren, „vermüllte“ Herr de Kathen die Hohe Halle mit Müll vom Straßenrand…gesammelt auf einem von 230.000 km in Deutschland. Er verglich dabei das (Mikro-)Plastik Problem mit dem Klimawandel, zu dem man kaum zwei gleichgewichtige Meinungen haben könne. Sicher könne man darüber streiten, ob die globale Durchschnittstemperatur bis 2025 oder 2035 um 2°C gestiegen sei oder ob der Plastikmüll in den Ozeanen die Biomasse der Fische 2050 oder 2080 überschreite. Zur Zeit steigen aber beide und so reduziere sich das letztendlich auf die Frage, ob es die Kinder oder die Enkel ausbaden müssten. Allerdings, so sein Appell zum Schluss, bleibt doch die Vermeidung von Plastikmüll eine gute Möglichkeit, mit der jeder Einzelne der Umwelt dienen kann – allerdings mit der Randbemerkung, dass es für den Plastikmüll und die Umwelt keinen Unterschied macht, ob man den Müll wegwirft oder ihn nicht aufhebt und entsorgt.

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Datum:
10. März
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