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25. Juni 2020
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Verabschiedung des Stiftungsrates Hans-Detlev von Garnier

26. Juni 2020

Finden Abendsprachen nicht an einem Donnerstag oder Sonntag statt, so hat dies einen wichtigen Grund. Freitag, den 26.06.2020, begrüßte uns Helga Volger, um Hans-Detlev von Garnier zu danken, der einem sich selbst gestellten Ultimatum „Mit 75 Jahren höre ich auf“ folgte und seine Tätigkeit im Stiftungsrat nach 29 Jahren niederlegte. Ein derart langer und treuer Weggefährte des LSHs darf nicht klanglos gehen!
Für feierliche Stimmung sorgte zunächst Belle, die uns virtuos Deux Arabesques von Claude Debussy am Klavier darbrachte.
Im Anschluss daran übernahm Peter Landmann in seiner Funktion als Vorsitzender unseres Stiftungsrates das Wort. Lebhaft zeigte er den Weg Hans-Detlevs von Garnier als LSHler auf. 1955 kam er im Alter von 10 Jahren zu uns und verließ das damals noch Landschulheim am Solling genannte Internat 1964, zur Zeit Dr. Erbes als Leiter, mit dem Abitur. Danach zog es ihn in die Welt der Banken, ohne dass der Kontakt zum Solling abbrach, und so wurde er 1991 Mitglied unseres Stiftungsrates. Hans-Detlev von Garnier gehört somit zu den wenigen Personen, die sowohl unser 50jähriges, als auch das 100-jährige Jubiläum als aktiver LSHler miterlebt haben.
Peter Landmann ging für die Schülerschaft kurz auf die Funktion eines Stiftungsrates ein: Dieser ist das, was in einer Aktiengesellschaft der Aufsichtsrat ist und kontrolliert und berät somit den Vorstand (zurzeit bestehend aus Helga Volger und Martin Wortmann). Unser Stiftungsrat ist Entscheidungspartner des Vorstandes und sehr wichtig für das Gelingen des LSHs. Er setzt sich aus Altschülern und Externen zusammen, die die unterschiedlichsten Kernkompetenzen mitbringen. Hans-Detlev von Garnier war aufgrund seines beruflichen Hintergrundes im Bankwesen für die wirtschaftliche Seite unseres Internates zuständig, er hat stets aufgepasst, dass die Euphorie und Liebe der LSHler nie den Blick auf die Einnahmenseite getrübt hat. Peter Landmann hob hervor, dass es wohl außer Herrn Wortmann niemanden gibt, der das Internat Solling so genau in den unternehmerischen Einzelheiten kennt wie Hans-Detlev von Garnier. Seine große Sorgfalt und Genauigkeit, gepaart mit einer enormen Zuverlässigkeit hat unserem Stiftungsrat stets ein wunderbares Gefühl von Sicherheit vermittelt. Sagte Herr von Garnier nach Prüfung aller Zahlen: „Das können wir machen“ – dann konnten wir das machen! Peter Landmann betonte, wie sehr das mit den Jahren gewachsenen Know-how des Hans-Detlev von Garnier dem Stiftungsrat fehlen wird. Doch war ihm auch wichtig zu betonen, dass er es für richtig hält, dass Hans-Detlev von Garnier seinem Vorhaben, mit 75 Jahren sein Amt nieder zu legen, folgt. „Man soll in dem Moment aufhören, wenn alle traurig sind, dass man es tut, nicht zu spät, wenn Erleichterung darüber herrscht“.
Peter Landmann beendete seine Ansprache mit den so wichtigen Worten: „Er hat sich um das LSH verdient gemacht!“.
Im Anschluss an Peter Landmann ergriff Martin Wortmann das Wort. Er dankte Hans-Detlev von Garnier für die jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er habe ihm nie das Gefühl vermittelt, Aufsicht oder gar Kontrolle auszuüben, sondern war immer ein wohlwollender, sorgfältiger Entscheidungspartner, der das Vieraugengespräch gesucht hat, sollte es mal etwas zu diskutieren gegeben haben. Darüber hinaus hat Hans-Detlev von Garnier dem LSH im Laufe der Jahre über die Frucht-Stiftung eine mehrstellige Summe zukommen lassen – das freut einen wirtschaftlichen Leiter natürlich sehr. Martin Wortmann dankte Hans-Detlev von Garnier mit einem von Herzen kommenden: „Liebe Schüler, solltet Ihr jemals in einem ähnlichen Bereich arbeiten, wie ich – so kann ich Euch nur einen Hans-Detlev von Garnier an Eure Seite wünschen“.
Ein offensichtlich gerührter Hans-Detlev von Garnier dankte den beiden Rednern. Helga Volger hatte ihn in der Begrüßung gefragt, ob er musikalisch sei. Dies verneinte er, drum habe er ja 1963 die Feuerwehr gegründet! Selbstverständlich sei auch für ihn dieser Abschied vom LSH sehr emotional, es habe ihm stets Freude bereitet, Helga Volger als Kopf und Martin Wortmann als Wirbelsäule des LSHs, die alles zusammenhalten, zu unterstützen. Da das Internat Solling sehr gut aufgestellt ist, kann er die Arbeitsbeziehung zu uns guten Gewissens beendigen – die Bindung als Altschüler, die bleibt!
Der Abend fand seinen musikalischen Ausklang durch Giada an der Harfe. Dem besonderen Anlass geschuldet hat sie ein sehr spezielles, spannendes Stück von Carlos Salzedo gekonnt dargebracht, das die gesamte Halle in seinen Bann zog und in seiner abwechslungsreichen Wucht einen perfekten Abschluss bildete.

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Datum:
26. Juni 2020
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